Unsere Verpackungsstory - Leinen ab und Hosen runter

Heute wollen wir uns vor euch ein bisschen nackig machen. Keine Angst, alles bleibt jugendfrei. Wir wollen euch mal ganz transparent von unserer nachhaltigen Produktverpackung erzählen. Ready? 3,2,1 – los:

Wir wollten unbedingt plastikfrei verpacken und es hat sehr lange gedauert, eine gute Lösung zu finden, denn wir haben hohe Anforderungen an jeden Aspekt unseres Produktes. Wiederverschließbar, luftdicht, innen beschichtet, wasserfest, kompostierbar und und und – die Liste war lang, dabei aber bloß nicht aus Plastik. Leider haben auch die Butterbrotbeutel schnell ausgedient – wer von euch erinnert sich noch ganz an die Anfangszeit? Wir haben über drei Monate lang gesucht, mehrere Produzenten durchprobiert und mussten dabei leider auch durchwachsene Erfahrungen mit einigen von diesen machen, eine richtige Odyssee also.

Die Verpackungen, die wir jetzt benutzen, sind um ein vielfacheres teurer als herkömmliche, aber das ist es uns wert.

Schade, dass man es so schwer hat als junges Unternehmen nachhaltig zu arbeiten.

 

Zuerst einmal: Unser Pulver bekommt ihr in einem sogenannten Standbodenbeutel. Unserer besteht außen aus braunem Kraftpapier und ist innen mit Polylactiden („PLA“) beschichtet. Auch der Zipper zum Wiederverschließen besteht aus diesem Stoff. Und genau um den soll es auch gehen. Die Benutzung von PLA stellt eine nachhaltige Alternative zu Plastik bei der Verpackung von Produkten dar und wird auch als Biokunststoff bezeichnet. Polylactide sind Milchsäureketten und finden ihren Ursprung in Pflanzenstärke, bei unserem Produzenten in Maisstärke. Für den Bedarf an PLA werden im Moment 0,02 Prozent des weltweiten Maisanbau genutzt.

Die Stärke entsteht durch die Photosynthese und wird dann während der Gärung zu Milchsäure. Diese Milchsäure wird dann durch Polymerisation, einen chemischen Vorgang bei dem Kettenwachstumsreaktionen hervorgerufen werden, zu Granulaten geformt. Diese können dann wie herkömmliche Kunststoffe weiterverarbeitet werden. Besonders die die optischen und haptischen Gemeinsamkeiten der Transparenz und der Festigkeit von PLA und Plastik machen den Stoff so ideal zur Verwendung für das Verpacken von Lebensmitteln, da sie dadurch aromaecht sind. Das ist natürlich auch bei den Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde wichtig.

Wie ihr sicher wisst, liegt uns Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Unsere Verpackung ist DIN EN 13432 zertifiziert – schon wieder so ein abstrakter Begriff. Das beschreibt die europäisch festgelegte Norm zur Kompostierung. Die Definition hört sich erstmal noch nicht optimal an: In einer Industriekompostierungsanlage zersetzt sich PLA unter bestimmten Temperatur-, sauerstoff- und Feuchtigkeitsbedingungen in drei Monaten so, dass sich bei der Absiebung durch ein zwei Millimeter Sieb nicht mehr als 10 Prozent Rückstände verbleiben. Dabei entstehen keine toxischen, also giftigen Reststoffe.

Das ist noch nicht die Art zu verpacken, die wir anstreben, aber im Moment die beste Alternative. Und wir werden weiter kontinuierlich daran arbeiten– versprochen!

Im Klartext heißt das schon mal, dass PLA industriell kompostierbar ist. Wir sind also schon mal happy mit unserer Zwischenlösung, denn unser Standbodenbeutel besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, was für eine gute CO2 Bilanz sorgt.

Bisher könnt ihr unsere Verpackung also guten Gewissens in den Grünabfall werfen. Bald dann hoffentlich auch auf euren Kompost zuhause. PLA könnte man auch super recyceln, wir hoffen, dass wir das dann auch bald anbieten können. Sonst müssen wir wohl bald neben Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde auch noch Verpackungen selbst machen. Mehr zum Recyclingthema von PLA findest du hier.


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