Vitamin C und E in der Hundeernährung

Wer erinnert sich nicht. Als Kinder bekommen wir Äpfel, Karotten - im schlimmsten Fall Spinat - vorgesetzt. Totschlagargument: Du brauchst die Vitamine! Ja, das ist richtig. Selbst der störrischste Nudeln-mit-Ketchup-Verfechter wird das irgendwann eingesehen haben. Vitamine sind essentiell für den Körper und es ist gut, sie direkt mit der Nahrung aufzunehmen. Doch natürlich ist es auch nicht immer einfach, seine Ernährung entsprechend zu überwachen und anzupassen. Deshalb sind diverse Brausen, Tabletten oder Pulver aus der Welt der Nahrungsergänzungsmittel längst Grundausstattung der meisten heimischen Vorratsschränke. Auch Hunde brauchen natürlich Vitamine. Es gibt allerdings einige Überraschungen und spannende Unterschiede zwischen Mensch und Hund. Wir schauen einmal exemplarisch auf die Vitamine C und E.


Vitamin E bei Hunden


Vitamin E ist wichtig für das Herz-Kreislauf-System der Fellnasen. Es unterstützt eine normale Entwicklung und Erhalt der Muskulatur und des Nervensystems. Soll das Immunsystem des Hundes einwandfrei funktionieren, wird ausreichend Vitamin E benötigt. Als Antioxidant wirkt es als Schutz für Gewebe, Zellen und Organe. Tatsächlich kann Vitamin E nur von Pflanzen gebildet werden und muss daher mit dem Futter aufgenommen werden. Besonders in Lein-, Sonnenblumen- oder Olivenöl ist viel Vitamin E enthalten. Auch Leinsamen, Hanfsamen oder Schwarzkümmel sind gute Vitamin E Lieferanten. Welpen und trächtige Hündinnen haben einen erhöhten Vitamin E Bedarf. Da Öle Ihren Vitamin E Gehalt durch unsachgemäße Lagerung schnell verlieren können, kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Liegt ein Mangel an dem auch “Muskelvitamin” genannten Vitamin E vor, äußert sich dieser in Müdigkeit, Muskelschwund, Muskelverspannungen bis hin zu Schäden der Skelettmuskulatur. Auch Störungen in der Entwicklung des Nervensystems bei Welpen oder verminderte Fruchtbarkeit sind bereits beobachtet worden.


Vitamin C bei Hunden


Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin. Für den Menschen steht es synonym für eine Stärkung des Immunsystems und für viele wohl auch in direktem Zusammenhang mit Orangensaft aus braunen Flaschen. Lassie, Rex und Co. können da nur verwundert den Kopf zur Seite legen. Hunde können Vitamin C selbst produzieren und sind somit nicht grundsätzlich auf die Aufnahme durch Nahrung angewiesen. Was für eine Superkraft! Dennoch, gerade bei älteren Hunde soll zusätzliches Vitamin C den Alterungsprozess etwas ausbremsen und das Immunsystem stärken. Auch bei Trächtigkeit oder erhöhtem Stress kann erhöhter Vitamin C Bedarf bestehen. Mangelerscheinungen äußern sich in Muskelschwund, Trägheit und teilweise auch Blutungen vor allem im Rachenraum des Vierbeiners.

Für beide (und alle anderen) Vitamine gilt auch bei Hunden: Mangelerscheinungen sind häufiger, jedoch gibt es auch Krankheitsbilder die mit einer Überdosierung der Vitamine zusammenhängen. Daher lohnt bei Nahrungsergänzung für Hunde stets der Griff zu hoher Qualität und den richtigen Mengen. Die Körperfunktionen der Fellnase zu verschlimmbessern, ist schließlich nicht beabsichtigt.


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