Der Bandscheibenvorfall - wie unsere Hunde betroffen sind

Ob nun Malocherin oder Schreibtischhengst, die Hiobsbotschaft Bandscheibenvorfall haben wir alle schon einmal im Bekanntenkreis vernommen. Wenn wir nicht sogar selber schon betroffen waren. Gerät das von der Natur wohldurchdachte System der Wirbel aus dem Gleichgewicht, drohen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Im Detail passiert folgendes: Die zwischen den Wirbelkörpern und dem Rückenmark gelagerten Bandscheiben bestehen aus einer Art festem Ring. Der hält den elastischen Kern an Ort und Stelle und ermöglicht die Funktion als Stoßdämpfer. Durch Degeneration oder eine akute Verletzung, kann jener feste Ring rissig werden. Es kommt zu einem Vorfall des Bandscheibenmaterials in den Wirbelkanal. Tatsächlich ist “Vorfall” hier also als ein Fall nach vorne zu verstehen und nicht nur als Ereignis. Kleine Begriffskunde am Rande. Wie man es auch nennen möchte, die Sache kann schmerzhaft werden und ist keinesfalls exklusiv auf den Menschen beschränkt. Während unsereins den Rücken beim ersten Zwicken wohl einmal durchchecken lassen wird, verschleppt der Vierbeine eine Schädigung der Bandscheiben oft. Eine einmalige Schmerzepisode kann noch mit Wärmetherapie behandelt werden, bei dauerhaften Beschwerden oder gar Lähmungen hilft teilweise nur noch die Operation.

Auftreten kann ein Bandscheibenvorfall bei Hunden nach einem traumatischen Ereignis wie einem Unfall oder einer ungewöhnlichen Belastung. Es geht jedoch eine vorherige Degeneration und somit eine Schädigung der Bandscheibe voraus. Daher lohnt es sich, die Bewegungen eurer Fellnase genau zu beobachten. Schädigungen in der Halswirbelsäule führen zu starken Schmerzen. Probleme im Bereich der Brust-Lendenwirbelsäule führen auch zu gekrümmtem Rücken oder gar Lähmungserscheinungen der Hinterbeine. Sollten wir als Besitzer nun Angst vor einem sich einschleichenden Bandscheibenvorfall beim Tier haben? Nicht unbedingt, denn wir können einige wichtige Dinge beachten:

Weist das Dream-Team Mensch-Hund auf der einen Seite eine gefährdete Rasse, wie Dackel, Pudel, Pekinese, Cockerspaniel und Lhaso-Apso auf? Oder ist der Vierbeiner auf der anderen Seite schon etwas betagter? Dann sollten in besonderem Maße ein paar Grundregeln beachtet werden. Hohe Sprünge, zu wildes Herumjagen, Bodenkälte und, ihr ahnt es, Übergewicht sind zu vermeiden. Bei Letzterem spielt natürlich auch die Ernährung eine große Rolle, die sich mit speziellen Gelenktabletten oder Gelenkulver für die Gelenke des Hundes ergänzen lässt. Klingt anstrengend? Ist ganz einfach.  Für das Wohl der Fellnase, die auch im Alter noch aktiv bleiben will, um mit euch durchs Leben zu tapsen.


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